Politische Instabilität bleibt das größte Risiko für globale Wirtschaftsentwicklung:

Globale Wirtschaftsentwicklung

Entsprechend der Umfrage von McKinsey (März 2015) erwarten weltweit die meisten Führungskräfte eine globale Wirtschaftsentwicklung im laufenden Jahr auf dem gleichen Niveau wie in 2014.

Bei Betrachtung der regionalen Einschätzungen zeigen sich erhebliche Unterschiede. Insbesondere in China sind die Führungskräfte für den Heimatmarkt und auch das globale Wachstum besonders zurückhaltend. Der überwiegende Anteil glaubt, dass die wirtschaftlichen Bedingungen in den letzten 6 Monaten sich verschlechtert haben und sich dieser Trend in den folgenden 6 Monaten fortsetzen wird. In anderen führenden Wirtschaftsnationen Asiens hat sich die Erwartungshaltung in den letzten Monaten hingegen positiv entwickelt. Den größten Optimismus kann man weiterhin in Indien feststellen. Interessanterweise sind die asiatischen Manager außerhalb Chinas deutlich besorgter über die Auswirkung einer langsamen wirtschaftlichen Entwicklung Chinas auf die Weltwirtschaft, als Manager in China selbst.

Lediglich in Lateinamerika herrscht weiterhin eine noch pessimistischere Stimmung zur Einschätzung der lokalen Wirtschaft. Der Anteil der Führungskräfte, die auch für die nächsten 6 Monate eine negative Entwicklung erwarten, ist in Lateinamerika doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt.

Besonders in Europa stellen Führungskräfte die geopolitische Instabilität als vorherrschendes Risiko heraus, während außerhalb Europas Führungskräfte insbesondere auch über die Schuldenproblematik und den Austritt von Euro Ländern aus der Währungsunion besorgt sind.

Einschätzung globaler Wirtschaftsrisiken

Erneut und zum 5. Mal in Folge schätzen die Manager aller Wirtschaftsregionen die geopolitische Instabilität als das herausstechendste Risiko für die globale Wirtschaftsentwicklung ein. Besonders akut wird dieses Risiko in Europa sowohl für die lokale als die globale Wirtschaft beobachtet.

Das Risiko der Staatsverschuldung und möglicher Zahlungsausfälle auf die Weltwirtschaft hat in der Einschätzung über das letzte Jahr in Europa und global in ähnlichem Maße erheblich zugenommen. Ca. 1/5 der Führungskräfte weltweit-und damit doppelt so viele wie im Dezember-glauben, dass der Austritt eines Landes aus der Eurozone mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Weltwirtschaft im Laufe des Jahres erheblich beeinträchtigen wird. Interessanterweise unterscheidet sich diese Einschätzung deutlich zwischen den Führungskräften Europas innerhalb der Eurozone (10 %) und außerhalb der Eurozone (27 %).

Erwartungen der globalen Wirtschaftsentwicklung bleiben konstant

insgesamt berichten die Manager während der letzten 3 Umfragen über 9 Monate eine konsistente Sichtweise trotz dauernder geopolitischen Risiken. Der größte Anteil (40 %) sagen aus, dass die Bedingungen über die vergangenen 6 Monate gleich geblieben sind. Ca. 50 % der Befragten erwarten, dass die globale Wachstumsrate auf dem gleichen Niveau wie in 2014 verbleibt, während 16 % mit einem größeren Wachstum rechnen.

Eine Veränderung seit letztem Dezember zeigt sich in der Einschätzung der Befragten in entwickelten und sich entwickelnden Märkten, die jetzt stärker konvertiert. Executives in sich entwickelnden Märkten sind jetzt insgesamt zurückhaltender, als in ihrer Einschätzung 2014.

Im Vergleich aller Regionen sind die Befragten in Nordamerika weiterhin besonders zuversichtlich betreffs der aktuellen und zukünftigen globalen wirtschaftlichen Entwicklung. Lediglich in Indien herrscht ein noch größerer Optimismus vor.

Hanno Goffin berichtet als Vortragsredner an Hand von konkreten empirisch belegten Ergebnissen, was die besten Unternehmen in der Weltwirtschaft besser machen als die Guten. Als Interimsmanager setzt er dies in Unternehmen konkret um.

 

 

Potenzielle Risiken für das Wirtschaftswachstum der nächsten 12 Monate Rang März 2014
1. Geopol. Instabilität 76% 1
2. Wirtschaftliche Volatilität 35% 4
3. Zahlungsausfälle Staatsschulden 32% 10
4. Fallende Verbrauchernachfrage 22% 2
5. Steigende Volatilität Wechselkurse 21% 9
6. Neue Asset Blasen 21% 5
7. Lokal politische Konflikte 16% 3
8. Veränderungen politischer Führung 14% 7
2283 Teilnehmer, weltweit, Daten McKinsey

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