Wirtschaftsentwicklung : Einschätzung der Manager der Welt bis 2016.

Manager der Eurozone optimistisch zur Wirtschaftentwicklung.

Manager der Welt schätzen geopolitische Instabilität als das größte Risiko für die Weltwirtschaft ein.

 

Die regelmäßige Umfrage unter Managern weltweit alle 3 Monate (McKinsey) zeigt die Entwicklung der Erwartungen und der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage in den Märkten der Welt auf.

Pessimistische Erwartungen der Manager in Entwicklungsmärkten

Die Manager der Entwicklungsmärkte der Welt schauen aktuell weniger optimistisch auf ihre Heimat Wirtschaft als im Jahr 2014. Der Optimismus in den führenden Industrie-Staaten Asiens und Nordamerika hat sich gleichfalls in den letzten 3 Monaten reduziert. Lateinamerika schätzt die eigene Wirtschaft immer noch besonders vorsichtig ein. Insgesamt wird insbesondere die Volatilität der Märkte und das Risiko des Ausfalls von Schuldendiensten stärker als Risiko eingeschätzt als noch vor 3 Monaten und 1 Jahr.

Im Dezember 2014 erwartete die Hälfte der Befragten in den Entwicklungsmärkten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen bis zur Jahresmitte 2015. Aus heutiger Sicht konstatieren jedoch 58 % eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in ihren Ländern in den letzten 6 Monaten. Die Erwartungen erfüllten sich vielerorts nicht. Nur ca. 26% sehen eine Verbesserung in den letzten 6 Monaten.

Die befragten Manager in Lateinamerika sind schon seit Dezember 2013 von einer kritischen Wirtschaftslage betroffen. ¾ der Befragten dieser Länder sagen aus, die wirtschaftlichen Bedingungen in ihren Heimatsmärkten haben sich in den letzten 6 Monaten weiter verschlechtert.

Manager der Industrienationen mit optimistischen Erwartungen für die Heimatmärkte

In den führenden Industrieländern Asiens und Nordamerikas war von Dezember 2014 auf März 2015 ein deutlich gestiegene, positive Entwicklung für die jeweiligen Heimatsmärkte festzustellen im Vergleich zu der entsprechend 6 Monate zuvor geäußerten Einschätzung. Insgesamt wird die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung von den Managern in Industrieländern für ihre Heimat-Märkte im Vergleich zu den 6 Monate zuvor geäußerten Erwartungen deutlich positiver betrachtet als von ihren Kollegen in den Entwicklungsmärkten.

Manager der Eurozone optimistischer für die Weltwirtschaft als Manager anderer Regionen.

In Bezug auf die globale Einschätzung der zukünftigen Welt-Wirtschaftsentwicklung bleibt die allgemeine Erwartung wie in den letzten 12 Monaten stabil. Interessant ist sicherlich, dass die Manager der Eurozone insgesamt im Vergleich zu anderen Wirtschaftsregionen die optimistischste Einschätzung der Erwartung der globalen Wirtschaft für die kommenden 6 Monate haben. 50 % der Befragten erwarten eine positive Entwicklung der globalen Wirtschaft. Insgesamt erwarten in allen Industrieländern nur 41 % eine moderat positive Entwicklung und nur 37 % in den Nicht-Euro Ländern Europas. In Nordamerika erwarten nur 27 % der befragten Manager eine positive Entwicklung der Weltwirtschaft in den nächsten 6 Monaten.

Manager der Eurozone auch optimistischer für ihre Heimatmärkte.

In Bezug der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung des eigenen Heimatsmarktes sind gleichfalls die Manager der Eurozone besonders optimistisch mit leicht steigender Tendenz im Vergleich der Befragungen vom März 2015 hin zu den Befragungen im Juni 2015. Aktuell erwarten 61 % der Befragten eine positive Entwicklung in den nächsten 6 Monaten. Die Einschätzung der Manager Europas zu den eigenen Heimatmärkten ist in den nicht-Euro Ländern deutlich moderater auf einem im Vergleich zum März 2015 vergleichbaren Niveau. Hier erwarten nur 40 % der Befragten eine positive Entwicklung in den nächsten 6 Monaten. In Nordamerika hat sich der Anteil der Manager mit einer positiven Erwartung der Wirtschaftsentwicklung für die kommenden 6 Monate von März 2015 auf Juni 2015 deutlich reduziert von 56 % auf 45 %. Eine besonders pessimistische Entwicklung zeigt sich im asiatisch-pazifischen Raum, wo im März 2015 noch 64 % der Befragten eine positive Entwicklung für die nächsten 6 Monate erwarteten, während sich im Juni 2015 schon nur noch 45 % mit einer positiven Einschätzung der Entwicklung für die kommenden 6 Monate äußern.

Wirtschaftsentwicklung : Risiken für die Weltwirtschaft steigen weiter an.

Betreffs der Einschätzung besonderer Risiken für die Weltwirtschaft ist die Nennung einer geopolitischen Instabilität über die letzten 12 Monate noch einmal deutlich gewachsen. 74 % der Befragten äußerten dies als besonders wichtiges Risiko im Juni 2015, im Juni 2014 waren es 60 % der Befragten die dieses äußerten. An 2. Stelle der meist genannten Risiken für eine positive wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten 12 Monaten wird von 34 % der Befragten (Juni 2014 22%) steigende wirtschaftliche Volatilität benannt. Gleichfalls steigt deutlich die Einschätzung der Risiken aufgrund von volatilen Wechselkursveränderungen. Dramatisch im Anstieg ist die Nennung des Risikos für die Weltwirtschaft durch den Staatsbankrott eines Staates. (Juni 2015 39 %, Juni 2014 9 %).

Interessant ist, dass die gleichen Risiken in Bezug auf den jeweils eigenen Heimatmarkt von den Befragten deutlich weniger ausgeprägt eingeschätzt wird.

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Hanno Goffin untersucht seit über 10 Jahren systematisch die Methoden, was die besten Unternehmen auszeichnet vor allen anderen Guten. Als Ergebnis liegen zahlreiche empirische Ergebnisse vor, die belegen, wie Erfolg für Unternehmen planbar ist und erreicht wird. Als Interimsmanager, Keynote-Speaker und Vortragsredner zeigt er diese Wege auf und setzt sie mit Unternehmen in Projekten als Interimsmanager um.

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